So klappt’s mit der Grillmeisterschaft:

Es gibt unzählige Mythen und Legenden rund ums Grillen: „Da muss Bier drüber!“ ist so eine. Oder „Echte Männer essen ihr Steak außen schwarz und innen blutig.“ Das kann man so machen, muss man aber nicht. Schließlich gibt es ganz viele feine Geschmacksnuancen, die man mit solchen „Tipps“ garantiert zerstört. Und Grillgut, das direkte Hitze überhaupt nicht verträgt. Besser also, man fragt mal jemanden, der sich wirklich damit auskennt. Uns zum Beispiel…

Grundregel 1: „Seine Köhlchen ins Trockene bringen“

Was für Schafe gilt, gilt für Holzkohle noch viel mehr: Regen und „nasse Füße“ schaden. Bitte verwahren Sie deshalb Ihre Liebfeuer-Holzkohle immer an einem trockenen Ort auf. Sie wissen schon: Ein nasser Sack ist für nix gut – schon gar nicht am Grill.

Grundregel 2: „Mit Benzin fahren, nicht anzünden“

Viele Leute lieben das plötzliche Aufflammen, wenn sie mit Brennspiritus oder Benzin getränkte Kohle anzünden. Tatsächlich ist das aber die schlechteste Möglichkeit, um Liebfeuer Premium Holzkohle anzufeuern. Warum?

Ganz einfach: Flüssiganzünder sind erstens gefährlich (vor allem, wenn man noch mal „nachlegen“ will). Zweitens haben sie – wie auch Anzündwürfel auf Kerosin- oder Paraffinbasis – oft starken Eigengeruch, der im schlimmsten Fall das Geschmackserlebnis verdirbt.

Wir empfehlen deshalb das Anzünden ohne Chemie mit einem „Anzündkamin“, etwas Zeitungspapier und Kleinholz oder mit einem elektrischen Grillanzünder. Wer auf Anzünder nicht verzichten will, sollte ökologische Grillanzünder ausprobieren. Es gibt eine große Auswahl, die auf natürliche Materialien setzt und teilweise sogar vegane Standards erfüllt.

Grundregel 3: „Anzünden. Abwarten. Ausbreiten.“

Generell glüht Holzkohle schneller als Grillbriketts. Das liegt an Ihrer natürlichen Beschaffenheit. Damit sie gleichmäßige Glut entwickelt, benötigen Sie keinen Fön oder Blasebalg, sondern nur ein bisschen Geduld. Nach etwa 15 Minuten glühen die Kohlen hell und es entsteht eine zarte Schicht aus Asche. Erst dann können sie ausgebreitet und in die richtige Position geschoben werden.

Extra-Tipp: Durch ihren hohen Kohlenstoffgehalt entwickelt Liebfeuer Premium Holzkohle eine besonders hohe Temperatur und eine lange Brenndauer. Sie benötigen also für den Anfang nur eine kleine Menge. Wenn nötig können Sie direkt aus der Packung Nachschub auflegen. Weil unsere Kohle vor dem Verpacken gesiebt und vom Kohlenstaub befreit wird, entwickelt sie beim Nachlegen kaum Ruß und Rauch, sondern übernimmt bereitwillig die Glut ihrer „Nachbarn“.

Grundregel 4: „Das Grillgut bestimmt die Grilltechnik“

Direktes Grillen

Burger, Filet-Spieße und Steaks, Grillkäse wie Halloumi oder marinierter Feta, Würstchen, Hähnchenbrust, Fischfilets und marinierte Gemüse – all das verträgt direkte Hitze, kann also auf einen Grillrost oder eine Grillplatte über der Glut gelegt werden. Die Entfernung zwischen Grillrost und Kohlebett sollte zwischen 10 und 15 Zentimeter betragen. So wird es außen knusprig, entwickelt wunderbare Röstaromen und bleibt innen saftig und zart.

Optimale Grillformen für das direkte Grillen: Schwenkgrill, Grillkamin, Kugelgrill, Grillwagen – mit klassischem Grillrost, V-Rost oder Grillplatte

Indirektes Grillen
Knusprige Brathähnchen, Fleisch vom Drehspieß, Back-Kartoffeln, gefüllte Paprika und saftige Braten brauchen über längere Zeit gleichmäßige, indirekte Hitze zum Garen. Hierzu wird die Kohle an den Seiten bzw. bei runden Grills am Rand der Grillfläche verteilt. So entsteht in der Mitte ein Bereich mit indirekter Wärme. Praktisch sind Kohlenkörbe, die zur Form ihres Grills passen. Sie ermöglichen das Positionieren der Wärmequelle ganz nach Bedarf. Eine Tropfschale mit Wasser unter dem Grillgut verhindert das Anbrennen von Fleischsaft. Zum Durchgaren wird das Grillgut in Bananenblätter, Grillpapier, Grillholz oder klassisch in Aluminiumfolie gehüllt. Für sehr große Braten eignen sich vor allem Grills mit Deckel, bei denen die Hitze rundum zirkulieren kann.

Optimale Grillformen für indirektes Grillen: Kugelgrill, Kamado-Grill (Keramik-Grill/Grill-Ei), Smoker und alle Grillarten mit verschließbarem Deckel und Drehspieß.

Garen im Barbeque-Smoker

Sie lieben „Pulled Pork“, Prager Schinken, Spanferkel und Sparerips? Dann ist „Ihr Grill“ ein Smoker. Die meisten Smoker sind Multifunktions-Geräte, bei denen die Glut wahlweise in einem eigenen Feuerkessel neben dem Garraum oder direkt im Garraum erzeugt werden kann. Durch die Nutzung des separaten Feuerkessels und das Auflegen von Dufthölzern auf die Glut können Sie Räuchern und Heißluftgaren, im Garraum selbst ermöglicht ein Bett aus Liebfeuer Premium Holzkohle direktes und indirektes Grillen, z.B. um dem Spanferkel nach 4 bis 5 Stunden sanfter Hitze mit einer knusprigen Kruste das perfekte Finish zu verleihen.

Schmoren, Dämpfen, Dünsten im Dutch Oven oder Grill-Wok
Zu den spannendsten Wiederentdeckungen der Grillkultur gehört der „Dutch Oven“, der eigentlich nichts anderes ist, als ein gußeiserner großer Topf mit Deckel, in dem Eintöpfe, Schmorgerichte zubereitet und sogar Brot gebacken werden können. Im Fachhandel finden Sie ihn in vielen Formen, Größen und Varianten – bis hin zum „Grill-Wok“.

Optimale Grillformen für den Dutch Oven und seine Verwandten: Schwenkgrill, Outdoor-Küche, Grillkamin, Grillwagen (und alle Grills, bei denen Sie den Topf auf den Grillrost, direkt in die Glut stellen oder an einen Haken darüber hängen können.

Grundregel 5: „Zart oder hart? Das Timing macht den Unterschied.“

Ein Feuer und auch seine Glut verändern sich ständig und erfordern deshalb Aufmerksamkeit. Denn leider hat überkochtes oder verbranntes Essen keinen „Rückwärtsgang“. Prüfen Sie deshalb lieber einmal zu viel als einmal zu wenig, ob die marinierten Auberginen- und Zucchinischeiben ein hübsches Grillmuster haben und ob das Steak „medium rare“ ist. Ihre Geschmacksnerven werden es Ihnen sicher danken.

Extra-Tipp: Prüfen Sie den Garzustand von Portionsstücken wie Gemüsescheiben und Steaks, indem Sie in die Mitte des Stücks einen Schnitt machen und hinein sehen. Bei größeren Stücken, wie ganzen Schweinefilets lohnt sich die Anschaffung eines Grill- oder Braten-Thermometers.

Grundregel 6: „Ende gut – alles gut!“

Stellen Sie immer sicher, dass die Kohlen vollständig gelöscht sind, bevor Sie den Grill verlassen. Das gilt nicht nur Zuhause, sondern vor allem, wenn Sie in einen öffentlichen Park, Grill oder Campingplatz genutzt haben.
Vergessene Glut ist einer der häufigsten Gründe für Wald- und Flächenbrände. Ihre Rücksicht danken Ihnen nicht nur die Mitmenschen, sondern auch die Natur. Vielen Dank!

Extra-Tipp: Sie können Liebfeuer Premium Holzkohle ganz einfach mit Wasser löschen. Der unverbrannte Teil nimmt die Feuchtigkeit nicht auf, so dass sie später sogar erneut zum Grillen weiterverwendet werden kann.